Die Frage nach den laufenden Kosten ist einer der häufigsten Einwände gegenüber elektrischen Heizsystemen. Dieser Beitrag ordnet ein, wie hoch der Stromverbrauch moderner Flächenspeicherheizungen tatsächlich ist und welche Annahmen realistisch sind.
Zusammenfassung und sachliche Einordnung auf Basis eigener Praxiserfahrungen sowie öffentlich zugänglicher Vergleichswerte.
Wie arbeitet eine Flächenspeicherheizung?
Flächenspeicherheizungen unterscheiden sich grundlegend von klassischen Direktheizungen. Sie nehmen elektrische Energie nur zeitweise auf und speichern diese im Materialkern. Die Wärme wird anschließend über viele Stunden gleichmäßig an den Raum abgegeben.
Stromverbrauch: nicht dauerhaft, sondern bedarfsorientiert
In der Praxis fließt Strom nicht permanent. Die Heizphasen beschränken sich auf wenige Stunden am Tag, abhängig von Außentemperatur, Raumgröße und gewünschtem Komfortniveau. Dadurch bleibt der Stromverbrauch deutlich niedriger, als es bei einer Dauerlast zu erwarten wäre.
Was beeinflusst die jährlichen Kosten?
Entscheidend sind mehrere Faktoren: der energetische Zustand des Gebäudes, die benötigte Heizleistung, das individuelle Nutzungsverhalten sowie der zugrunde liegende Stromtarif. Pauschale Aussagen greifen hier zu kurz – realistische Einschätzungen erfordern immer eine objektbezogene Betrachtung.
Vergleich zu anderen Heizsystemen
Im Vergleich zu wassergeführten Systemen entfallen bei Flächenspeicherheizungen zusätzliche Stromverbräuche durch Pumpen, Regeltechnik oder Hilfssysteme. Auch Wartungs- und Instandhaltungskosten spielen praktisch keine Rolle. Diese Aspekte wirken sich langfristig spürbar auf die Gesamtkosten aus.
Praxiswerte statt theoretischer Extremrechnungen
Häufig kursieren Rechenbeispiele, die von unrealistischen Dauerlasten ausgehen. Solche Modelle bilden den realen Betrieb moderner Systeme nicht ab. Erfahrungswerte zeigen, dass die jährlichen Kosten deutlich näher an konventionellen Heizsystemen liegen, als viele Eigentümer zunächst erwarten.
Sachliche Einordnung
Eine Elektroheizung ist kein pauschaler Ersatz für jedes Gebäude. In passenden Objekten – etwa sanierten Bestandsbauten, Büros, Ferienimmobilien oder bei Eigenstromnutzung – kann sie jedoch eine kalkulierbare und transparente Lösung darstellen. Entscheidend ist nicht das Heizprinzip allein, sondern die Abstimmung auf das konkrete Objekt.
Eine vertiefende Einordnung zur Technik, Einsatzbereichen und typischen Kostenrahmen findet sich auf der Seite Flächenspeicherheizung für Wohnräume & Altbau .
