Infraschall-Alarmanlagen – kabellos und diskret
Grundprinzip der Infraschall-Erkennung
Infraschall-Alarmanlagen basieren auf einem anderen Ansatz als klassische Melder an Türen oder Fenstern. Sie erfassen Veränderungen im niederfrequenten Schallbereich, die durch Bewegungen, Druckveränderungen oder Manipulationen an der Gebäudehülle entstehen.
Diese Frequenzen liegen unterhalb der menschlichen Hörschwelle, sind jedoch technisch messbar und charakteristisch für Einbruchversuche.
Früherkennung statt Reaktion
Ein zentrales Merkmal von Infraschall-Systemen ist die frühe Erkennung. Bereits der Versuch, ein Gebäude zu öffnen, zu hebeln oder gewaltsam zu manipulieren, erzeugt messbare Signale.
Ziel ist es, Alarm auszulösen, bevor sich Täter im Objekt befinden. Dadurch kann das Risiko für anwesende Personen reduziert werden.
Kabellose und unauffällige Installation
Infraschall-Alarmanlagen benötigen keine Verkabelung im Gebäude und kommen ohne eine Vielzahl einzelner Sensoren aus. Die Installation erfolgt in der Regel über wenige zentrale Komponenten.
Das macht die Systeme besonders geeignet für Bestandsgebäude, Mietobjekte oder sensible Bereiche, in denen bauliche Eingriffe vermieden werden sollen.
Einsatzbereiche
Typische Einsatzfelder sind Einfamilienhäuser, Gewerbebetriebe, Lagerhallen und kleinere Industrieobjekte. Auch Objekte mit vielen Öffnungen oder wechselnder Nutzung lassen sich so absichern.
Die Schutzwirkung bezieht sich dabei auf das gesamte Objekt und nicht nur auf einzelne Zugänge.
Abgrenzung und Grenzen
Infraschall-Alarmanlagen ersetzen keine mechanischen Sicherungen. Türen, Fenster und Schlösser bleiben eine grundlegende Schutzebene.
Die Wirksamkeit des Systems hängt zudem von der Gebäudegeometrie und der fachgerechten Einstellung ab. Eine objektbezogene Einordnung ist daher erforderlich.
Sachliche Einordnung
Infraschall-Alarmanlagen stellen eine ergänzende Form der Einbruchserkennung dar, die insbesondere auf Früherkennung und diskrete Installation abzielt.
Ob ein solches System sinnvoll ist, hängt vom Objekt, der Nutzung und dem gewünschten Sicherheitsniveau ab.
Quelle: Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK), Fachinformationen zu Einbruchprävention
Weiterführende Einordnung: Alarmanlagen für Haus, Halle und Betrieb
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