Steigende CO₂-Preise verändern die Wirtschaftlichkeit von Gas- und Ölheizungen. Mit dem geplanten EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2), der ab 2027 starten soll, entstehen neue Preisrisiken für Eigentümer und Vermieter. Dieser Beitrag fasst die aktuelle Berichterstattung zusammen und ordnet die möglichen Auswirkungen sachlich ein.
CO₂-Bepreisung im europäischen Kontext
Der ETS 2 erweitert den bestehenden Emissionshandel auf Gebäude und Verkehr. Künftig wird der CO₂-Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern über Zertifikate am Markt gebildet. Steigt die Nachfrage nach fossiler Energie, steigen auch die Kosten für Emissionen.
Mögliche Kostenentwicklung
In Studien und Medienberichten werden unterschiedliche Szenarien genannt. Je nach Marktlage bewegen sich die Schätzungen zwischen moderaten Anstiegen und deutlich höheren CO₂-Preisen pro Tonne. Für Haushalte mit hohem Verbrauch kann das spürbare Mehrkosten im laufenden Betrieb bedeuten.
Beispielhafte Mehrbelastung
Bei Heizöl würde ein höherer CO₂-Preis den Literpreis zusätzlich erhöhen. Auch bei Erdgas steigen die Kosten pro Kilowattstunde. Die tatsächliche Belastung hängt vom individuellen Verbrauch, vom energetischen Zustand des Gebäudes und von weiteren Preisbestandteilen wie Netzentgelten ab.
Auswirkungen für Vermieter
Seit 2023 gilt in Deutschland ein Stufenmodell zur Aufteilung der CO₂-Kosten zwischen Mietern und Vermietern. Je schlechter die Energieeffizienz eines Gebäudes, desto größer ist der Kostenanteil, den Vermieter tragen müssen. Damit wird die energetische Qualität stärker zu einem wirtschaftlichen Faktor.
Langfristige Planung gewinnt an Bedeutung
Für Eigentümer bedeutet die Entwicklung, dass der reine Anschaffungspreis einer Heizung weniger aussagekräftig ist als früher. Laufende Betriebskosten, zukünftige Preisrisiken und gesetzliche Rahmenbedingungen sollten frühzeitig berücksichtigt werden.
Sachliche Einordnung
Gas- und Ölheizungen bleiben technisch nutzbar, ihre Wirtschaftlichkeit kann sich jedoch verändern. Effizienzmaßnahmen, geringerer Verbrauch oder der Umstieg auf CO₂-ärmere Systeme können helfen, langfristige Kosten besser kalkulierbar zu machen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer vom konkreten Gebäude und der Nutzung ab.
Eine Einordnung zu alternativen Heizkonzepten im Bestandsgebäude findet sich auf der Seite Elektroheizung (Flächenspeicherheizung) .
Quelle: t-online.de, Bericht vom 06.08.2025. Zusammenfassung externer Berichterstattung.
